Mit Unterstützung der Katharinenspitalstiftung, der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern (Seminarreihe "MuseumsPraxis"), dem Bistum Regensburg und des Kulturreferats der Stadt
Regensburg fand am 18.05.2026 das Auftaktseminar "Kulturgutschutz - gemeinsam handlungsfähig im Notfall. Wie gründet man einen Notfallverbund?" im Schreiberhaus der Spitalstiftung statt. Der
Kulturreferent der Stadt Regensburg, Wolfgang Dersch, begrüßte die Teilnehmenden im Spitalschreiberhaus.
Die Veranstaltung widmete sich den grundlegenden Schritten zur Gründung eines Notfallverbundes zum Kulturgutschutz. Dabei sind sowohl Museen als auch Archive und Bibliotheken angesprochen, da
alle diese Einrichtungen vergleichbaren Risiken und strukturellen Herausforderungen gegenüberstehen, wenn es um die Bewahrung von historischen Objekten, Dokumenten und Kunstgegenständen im
Notfall geht. Ebenfalls waren die Träger von Einrichtungen zur Teilnahme eingeladen, um sich zu spezifischen Fragestellungen austauschen zu können. Über 30 Teilnehmende aus dem Raum Regensburg
folgten der Einladung.
Im Mittelpunkt standen die initialen organisatorischen und strukturellen Maßnahmen sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen. Darüber hinaus wurde beleuchtet, welche Institutionen und Akteurinnen
bzw. Akteure von Beginn an eingebunden werden sollten, um eine tragfähige und nachhaltige Zusammenarbeit in Notfallszenarien (Feuer, Wasser, Vandalismus usw.) sicherzustellen.
Ergänzend geben Erfahrungsberichte aus bereits durchgeführten Kulturgutschutz-Rettungseinsätzen praxisnahe Einblicke in Erfolgsfaktoren und bewährte Vorgehensweisen. Eingeladen waren mit
Christiane Hoene (Stadtarchiv Halle) eine Fachberaterin Kulturgutschutz im Stab für außergewöhnliche Ereignisse Halle (Saale) sowie die Vorsitzende des halleschen Notfallverbund zum Schutz von
Kulturgut. Mit Ralf Seeber war der leitende Feuerwehrmann beim Brand der Anna-Amalia-Bibliothek 2004 zu Gast, der heute als Fachberater für Notfallverbünde tätig ist.
Der weiteren Vernetzung der Teilnehmenden soll die Gründung eines Notfallverbunds für Regensburg folgen.
Bilder: St. Katharinenspitalstiftung
